Finanzielle Unabhängigkeit durch Internet Marketing: Die Konzepte

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Willst du deinen Job kündigen?

Die Frage ist viel eher: Macht dir dein Job Spaß? Fühlst du dich erfüllt, benötigt, sinnvoll? Solltest du “Nein” antworten, dann könnte Internet Marketing etwas für dich sein.

Internet Marketing ist ein etwas unscharfer Begriff, der zunehmend häufig im allgemeinen Sprachgebrauch benutzt wird. Nicht zuletzt seit dem Erfolg des Buches “Die 4-Stunden-Woche” von Timothy Ferriss taucht dieser Begriff im Internet und selten auch in den Medien auf. Ich möchte zunächst erklären, worum es konkret geht (und zwar so, dass es auch meine Oma verstehen könnte!) und anschließend dort ansetzen, wo Timothy Ferris mit seinem Buch aufgehört hat, nämlich mit konkreten Konzepten zum Geld verdienen.

Es ist sicher ein bisschen erfrischend und abwechslungsreich, mal einen Artikel über andere Themen als Dating hier zu lesen. Schließlich geht es bei Mut gesucht! um Mut. Und seinen Job zu kündigen und sich selbstständig zu machen erfordert definitiv Mut und spiegelt den Lebensstil wider, den ich hier darstellen möchte.

 

Internet Marketing. Hä?

Okay. Worum geht es nun? Konkret in einem Satz:

Im Internet Marketing geht es darum, online Güter zu verkaufen.

Puh, das war aber kompliziert. Nein, das wird es noch.
Was können diese “Güter” sein? Alles mögliche! Wobei der Fokus hier gerne auf elektronisch verschickbare Güter gelegt wird. Hä? Ganz einfach, das sind überwiegend eBooks (PDFs). Der Vorteil liegt auf der Hand: Keine Produktionskosten im Gegensatz zu einem herkömmlichen Buch, keine Versandkosten und ohne große Umstände mit jedem PC zu erstellen. Doch an diesem Punkt gehe ich bereits zu weit ins Detail.

Ich will hier keinen trockenen Sachtext draus machen, also habe ich mir einige exemplarische Beispiele herausgesucht, an dem ich verschiedene Formen (oder eher: Konzepte) des Internet Marketings erläutere.

 

1. Traditionell: Echte Waren verkaufen

Hier fällt mir sofort eis.de ein. Sicher nicht, weil ich gerne Sex-Artikel kaufe (nein, ganz sicher nicht!), sondern weil sich die Firma, die dahintersteckt, bereits Internetmarketing Bielefeld” nennt. Der Name ist Programm.
Das Ganze ist nicht allzu kompliziert. Eis.de kauft in großen Sammelbestellungen Sexartikel aus China und ähnlichen Niedriglohn-Ländern zu extrem günstigen Preisen ein und verkauft sie in Deutschland für ein Vielfaches des Einkaufspreises, aber immer noch günstiger als die Konkurrenz.

Eigentlich ein ganz normaler Online-Shop, doch in gewissem Maße fortschrittlicher und mehr auf Internet Marketing fokussiert, indem er gängige Prinzipien beachtet:

  • Die Inhalte der Webseite sind optimal für Suchmaschinen optimiert. Man merkt das beispielsweise, indem man auf ein Produkt klickt und den Webseitentitel anschaut, z.B. das 100er Pack Kondome: Im Titel des Browsers steht nun “Kondome, 100er Pack seriös und diskret kaufen – Ihr Erotikshop eis.de”. Offensichtlich peilt eis.de hauptsächlich die Keywords “seriös” und “diskret” an.
  • Sobald man einmal bestellt hat, landet man im wöchentlichen Newsletter. Dieser Newsletter hebt sich aber in der Hinsicht von der Konkurrenz hervor, dass es etwa jede zweite Woche wirklich sehr vorteilhafte Angebote gibt, z.B. im Moment “19% Mehrwertsteuer geschenkt”, also 19% Rabatt auf alle Produkte. Vor ein paar Wochen gab es noch diesen coolen Kugelschreiber mit eingebauter Kamera für 7,99 Euro, der anderswo über 70 Euro kostet. Kunden sollen dazu angeregt werden, noch ein paar mehr Artikel in den Warenkorb zu legen, um Versandkosten zu “sparen”, obwohl eis.de dann mehr Gewinn macht.
  • Nachdem man seine Ware erhalten hat, wird man per E-Mail dazu angeregt, die Produkte auf der Webseite zu bewerten. Man bekommt 25 Cent pro Bewertung in Form eines Gutscheines – hierdurch kommen die teilweise unglaublich hohen Zahlen von 27.000 Bewertungen für ein Produkt zustande. Andere Kunden lesen die Bewertungen und kaufen dann mit höherer Wahrscheinlichkeit.

Eigenen Angaben zufolge hat der Newsletter über 2 Millionen Empfänger, eis.de macht seine Sache gut, aber auch weil die Konkurrenz immer noch schläft.

 

2. Modern: Elektronische Waren verkaufen

Elektronische Waren – das ist meist entweder Software oder, viel häufiger, ein eBook. Falls du meine Oma bist: Ein eBook ist ein “elektronisches Buch”, ein Dokument, das man am PC lesen kann, in diesem Fall meist im Adobe-PDF Format.

Als Beispiel führe ich sehr gerne das eBook “Truth About Abs” oder in Deutschland “Wahrheit über Bauchmuskeln” von Mike Geary an, da es zumindest in den USA mit über 500.000 verkauften Exemplaren seit 2005 eines der erfolgreichsten eBooks überhaupt ist und der Author und Besitzer, Mike Geary, durch ein paar sehr schlaue Entscheidungen dies vollbracht hat. Das eBook ist im Prinzip eine Kombination aus bebilderten Trainingsplänen und Ernährungstipps, um sowohl Fett ab- und Muskeln aufzubauen, mit gewissem Fokus auf Bauchmuskeln, da es sich wahrscheinlich so besser verkauft.

Doch was hat Mikes Produkt von allen anderen hervorgehoben, dass es so erfolgreich wurde?

  • “Wahrheit über Bauchmuskeln” war seine erste Idee überhaupt, als er ein Produkt kreieren wollte, da Fitness und Kraftsport bereits seine Lieblingshobbies waren und er dieses Wissen unbedingt weitergeben wollte, als er sah wie viel Halbwissen in anderen Büchern propagiert wurde. Dementsprechend hochwertig ist sein Produkt (auch wenn die Webseite das nicht wirklich impliziert) und bringt dem Leser tatsächlich viel, solange er es befolgt.
  • Mike gab Anfang 2007 als einer der ersten Unternehmer seinen Werbern (“Affiliates”) 75% Provision. Das heißt konkret, ich kann mir einen eigenen Link erstellen, auf den Leute klicken und das Produkt kaufen können, während der Kauf dann mir als Werber zugeordnet wird. Ich erhalte satte 75% des Kaufpreises als Provision, während die restlichen 25% an Mike gehen. So viel Provision zu vergeben hatten sich bisher nur wenige getraut. Mike hob sich hierdurch hervor und sein Produkt wurde eines der am meisten beworbensten Produkte bei Clickbank, einem sog. “Affiliate-Netzwerk”. Zur Erinnerung: Ein eBook hat praktisch keine Produktionskosten, man könnte theoretisch auch 99% Provision vergeben, da beinahe der gesamte Umsatz bereits Gewinn ist.
  • Mike schreibt außerdem einen regelmäßigen Fitness- und Gesundheitsnewsletter an über 680.000 Abonennten und hat eine entsprechende Macht, was das Lenken von interessierten Newsletter-Lesern auf andere Fitness- und Ernährungsprodukte angeht. An diesen Verkäufen verdient er selbstverständlich auch mit und die Firmen bewerben im Gegenzug sein eBook.

Mike macht etwa 1 Million Dollar Umsatz pro Monat und arbeitet etwa 1-2h am Tag.

 

3. Faul und modern: Elektronische Waren anderer verkaufen

Wie gerade angedeutet, kann man als “Affiliate”, also als Werber, großzügige Provisionen beim Vermitteln von Verkäufen einstreichen. Beispielsweise erhält man beim Vermitteln eines Kaufes vom eben genannten eBook “Wahrheit über Bauchmuskeln” 75% des Kaufpreises. Der Kaufpreis beläuft sich auf 39,95$, das sind also knapp 30$. Beeindruckend – man kann ein Buch verkaufen, das einem anderen gehört und trotzdem mehr verdienen als der Author.

Es gibt einige große “Affiliate-Netzwerke”, auf denen Authoren von eBooks ihre Produkte zum Bewerben durch “Affiliates” (Werber) anbieten, inklusive Anzeige der Provision und dem möglichen Verdienst pro Verkauf. Clickbank wäre an dieser Stelle beispielsweise zu nennen, dort werden die Verkäufe von eBook “Wahrheit über Bauchmuskeln” abgewickelt.

Doch es gibt erhebliche Nachteile. Man ist sowohl vom Besitzer des Produktes, als auch von der vermittelnden Instanz (Affiliate-Netzwerk) abhängig. Gelegentlich tauchen Berichte auf, dass Clickbank einige Käufe unterschlägt, beweisen kann man es nicht.

Doch davon abgesehen, gibt es natürlich eine größere Konkurrenz. Schließlich darf jeder die Produkte bewerben und sein Glück versuchen. Im Falle vom eBook “Wahrheit über Bauchmuskeln” sind das jede Menge Leute, eine Google-Suche nach dem Suchbegriff zeigt auch, wie plump und verzweifelt viele es versuchen. Nichtsdestotrotz kann man damit Geld verdienen, stellt sich nur die Frage, ob es den Zeitaufwand rechtfertigt, der dafür nötig werden kann.

 

4. Werbung: Google AdSense

Schon mal im Internet auf der Suche nach etwas auf eine Webseite gestoßen, die scheinbar kaum Inhalt bietet, dafür aber mit Werbung zugekleistert ist? Man könnte meinen, es sei Geld im Spiel.

Hier geht es darum, eine Webseite zu erstellen, die möglichst viele Besucher anlockt, beispielsweise durch zahlreichen, suchmaschinenoptimierten Inhalt und vielen Links auf diese Seite (Backlinks) und dort Werbung so prägnant wie möglich einzublenden. Die Google-Textanzeigen spielen hier eine entscheidende Rolle, es werden pro Klick (!) etwa zwischen 10 Cent und 4 Euro bezahlt. Ob der Besucher nun auf die Anzeige klickt, ist ein statistisches Phänomen: Wenn man pro Klick 1 Euro verdient und jeder zehnte Besucher auf eine Anzeige klickt, verdient man im Mittel 10 Cent pro Besucher!

Doch auch hier gibt es wieder Nachteile. Zum einen werden Webseiten mit viel Werbung nicht gerne besucht und zum anderen erfordert es sehr viel Durchhaltevermögen, eine Webseite zu einem Thema zu erstellen, das einen persönlich nicht interessiert, einzig mit dem Ziel, Geld damit zu verdienen. Auch muss man vom Trugschluss “Ich habe eine Webseite erstellt, jetzt kommen ganz viele Besucher” wegkommen. Am Anfang wird kein einziger Mensch die Webseite besuchen und es ist harte monatelange Arbeit, bei Google auf die oberen Plätze zu kommen.

 

5. Persönlich: Geld verdienen mit Blogs

Wer hätte das gedacht? Mit Blogs lässt sich auch Geld verdienen. Eine Option ist es, ein Blog mit Google AdSense – Werbung zu bestücken. Schwierig wird es aber dann, wenn man ein Interesse daran hat, seine Besucher zufriedenzustellen und mit gutem Inhalt zu versorgen. Es gibt einen gewissen Konflikt, wenn man auf seiner Webseite gleichzeitig Werbung für andere Webseiten macht und trotzdem vom Besucher mit eigenem Inhalt ernstgenommen werden will.

Folglich müsste man eigenständige, “unpersönlich” Blogs über Themen anlegen, die gut nachgefragt sind und gute Chancen haben, bei Google auf die ersten Plätze zu gelangen, um mehr Besucher anzulocken. Letztlich scheitert es hier aber auch oftmals am Durchhaltevermögen – genau wie bei Webseiten (siehe 4.) dauert es Monate, wenn nicht mindestens ein Jahr, bis man eine halbwegs hohe monatliche Besucherzahl erreicht hat.

 

Worauf es ankommt

Einen gemeinsamen Erfolgsfaktor gibt es – er wird im Englischen Value (Wert) genannt, ich würde ihn frei mit Vorteil übersetzen. Der Kunde hat einen Vorteil, wenn er die Dienste nutzt oder das Produkt kauft.

Bei eis.de sind die Produkte unglaublich günstig, der Newsletter mit starken Angeboten tatsächlich vorteilhaft und die Bewertungen bares Geld wert. Das eBook “Wahrheit über Bauchmuskeln” bietet dem Leser echten Nutzen, praktikable Trainingsübungen und fundierte Ernährungstipps. Das “Affiliate”-Programm bietet den Werbern starke 75% Provision für ein Produkt, an dessen Entstehung sie gar nicht mitgewirkt haben. Und nicht zuletzt sind die Blogs die erfolgreichsten, die persönliche Geschichten des Authors wiedergeben und mit Begeisterung und Emotion geschrieben sind (so wie dieses hier, haha).

 

Noch mehr Interesse?

Falls du noch mehr Interesse am Thema oder Fragen hast, schreib mir einen Kommentar. Ansonsten kannst du dir auch gerne die entsprechenden Webseiten mit den verschiedenen Konzepten anschauen:

Hinweis: Es sind teilweise Affiliate-Links, mit denen du Mut gesucht! unterstützt. Falls du das nicht willst, kannst du die entsprechenden Webseiten auch googlen.

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Über Tom

Tom ist Gründer von Mut gesucht! und Author des wöchentlichen Newsletters.